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Freiwilligendienst Costa Rica

Sprachkurs im Sprachinstitut ICLC mit Freiwilligendienst

Nach dem Abi war für mich klar, dass ich Lateinamerika sehen, und dazu Land und Leute kennenlernen will. Als ich mich schliesslich für Costa Rica entschieden hatte, mit vier Wochen Sprachkurs und vier Wochen Freiwilligendienst, war schon mal ein erster Schritt getan. Zu diesem Zeitpunkt sprach ich noch keinerlei Spanisch und war dementsprechend gespannt, wie ich wohl mit der Sprache klarkommen würde.

Schon am Flughafen wurde ich von meinen GastelJonas mit seiner Gastfamilietern sehr herzlich empfangen und gleich als Teil der Familie aufgenommen. Da in meiner Gastfamilie alle Spanisch sprachen, hatte ich keine andere Wahl als voll in diese Sprache einzutauchen, was ohne Vorkenntnisse anfangs sehr schwer war. Umso froher war ich natürlich, meinen ersten Sprachunterricht im ICLC Sprachinstitut zu bekommen. Wir wohnten in der Stadt Alajuela und ich konnte mit dem Bus zum Sprachinstitut gelangen, das ausserhalb des Dorfes Carillos liegt, insgesamt ca. 20 Minuten Busfahrt.

Pavillion der Sprachschule
Dadurch, dass die Sprachschule auf dem Land gelegen ist, ist das Gelände ein Paradies mit jeder Menge Pflanzen, Tieren, Früchten, einem Kiosk und jeder Menge kleiner Unterrichtsräume. Und tatsächlich verlegten wir bei allzu warmem Wetter den Unterricht nach draussen, zum Beispiel in diesen Pavillon.

Das Personal, sprich Lehrer, Sekretärinnen, Bibliothekare und Gärtner sind alle unglaublich freundlich und hilfsbreit. Der Sprachunterricht beginnt morgens um 8 und endet um 12 Uhr, mit einer knappen halben Stunde Pause zwischendrin. Also sind das 3 1/2 Stunden Spanischunterricht täglich in kleinen Unterrichtsgruppen mit bis zu 5 Schülern pro Gruppe. Zu dieser Zeit war ausser mir nur noch eine Gruppe aus den USA im Sprachinstitut, in meiner Unterrichtsgruppe waren also vier Amerikaner. Das bremste mich ab und zu während des Unterrichts, da viel Englisch gesprochen wurde und die Amerikaner oft das gleiche fragten. Nachmittags gab es abwechslungsreiches Programm: Montags Gramatik, Dienstags einen Film auf Spanisch, Mittwochs 1-2 stündige Minikurse mit Themen über Costa Rica und Donnerstags Ausflüge zu nahegelegenen Orten, wie z.B. der Zoo oder eine Schule. Das war alles kostenlos, bei Ausflügen mussten wir nur den Bus bezahlen. An den Wochenenden unternahm ich oft mit den anderen Sprachschülern des Institutes Reisen durch Costa Rica, an die pazifische oder karibische Küste. Das ist vergleichsweise preiswert, für eine Busfahrt zum 4 Stunden entfernten Puerto Viejo habe ich 5000 colones (ca. 7 Euro) bezahlt. Und lohnen tut es sich allemal, denn Costa Rica besitzt eine unglaubliche Vielfalt an Wäldern, Tieren und Landschaften.

Affen in einem Nationalpark Costa Rica Karibikküste Costa Rica
Als der Sprachkurs nach vier Wochen vorbei war, fühlte ich mich im Spanischen sicher genug, um meinen Freiwilligendienst an der öffentlichen Grundschule Jesus Magdalena im nahe gelegenen Dorf Cacao anzutreten. Die Schule haKinder im Kindergarten in Costa Ricat einen Kindergarten, in dem ich für vier Wochen der Lehrerin bei allem, was eben anfiel, aushalf. Fegen des Klassenzimmers, Stifte und Blätter austeilen, ausgemalte Bilder der Kinder einheften und natürlich mit den Kindern spielen führte zu einem regen Kontakt mit den 5-jährigen und half meinen Sprachkenntnissen sehr! Hier war ich von morgens 7 bis nachmittags 15 Uhr.

Danach, am Nachmittag ging ich ab und zu in eine Tanzschule oder traf mich mit ein paar Ticos (so nennen sich die Costarikaner), die ich bis dahin kennengelernt hatte. Wenn ich nichts zu tun hatte, konnte ich mich mit meiner Gastmutter unterhalten, was immer zu einem lustigen Gespräch führte. Nun verlief mein Alltag komplett auf Spanisch und entsprechend wurde meine Lebensweise mehr und mehr costarikanisch! Und dann, nach acht sehr kurzen Wochen musste ich Costa Rica auch schon wieder verlassen. Alles in allem habe ich natürlich sehr stark profitiert von meinem Aufenthalt in Costa Rica: das Land gesehen, eine tolle Zeit gehabt und nebenbei Spanisch gelernt. Aber, mindestens genauso toll war, dass ich mich eben nicht als Tourist gefühlt habe, sondern nach ein paar Wochen tatsächlich Costa Rica ein Stück weit leben konnte. Diese Erfahrung kann einem kein Urlaub geben.


Jonas aus Heilbronn (07.03. - 30.04.2011)

 

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letzte Überarbeitung: 17.11.2014