Global-Volunteers.de
 
   
 

Erfahrungsbericht

Sprachkurs und Freiwilligendienst in Guatemala

An einem winterlichen Sonntag im Januar verliessen wir die Schweiz und kamen bei milderen Temperaturen nach einer langen Reise in Guatemala-Stadt an. Dort wurden wir von unserer Gastmutter herzlich begrüsst und zum Haus ihrer Familie in San Felipe bei Antigua gebracht. Unsere Geduld und Flexibilität wurde dort ein erstes Mal auf die Probe gestellt, denn wir waren nicht in der Gastfamilie gelandet, die man uns vor unserer Abreise in einem Mail genannt hatte. Ausserdem hatten wir beantragt, in verschiedenen Gastfamilien untergebracht zu werden, um nicht dauernd Deutsch zu sprechen. Dieser Wunsch war nicht berücksichtigt worden und wir teilten uns also für die nächsten 6 Wochen ein Zimmer.
Das Haus war gross und die Familie beherbergte ausser uns noch 2 Franzosen und eine Dänin, mit denen wir uns sehr gut verstanden. Das Essen war abwechslungsreich und immer gut. Dank der regelmässigen Zusammenkünfte am Esstisch konnten wir ausserdem viel Spanisch sprechen, was wir sehr schätzten.

Sprachschule
Sprachkurs vor dem Freiwilligendienst in GuatemalaJeden Morgen fuhren wir mit dem öffentlichen „Chicken-Bus“ von San Felipe nach Antigua zur Schule. Wir genossen während 2 Wochen Eins-zu-Eins-Unterricht im Hof der Schule. Der Unterricht bestand aus sehr viel Konversation und etwas Grammatik. Die Lehrer fragten uns jeweils, welche Themen wir gerne üben oder wiederholen wollten, der Unterricht war also sehr gut auf unsere Bedürfnisse ausgerichtet.

Projekte
Die Sekretärin unserer Sprachschule zeigte uns während unserer beiden Schulwochen diverse soziale Projekte, in denen wir hätten aushelfen können. Wir fanden es interessant, in verschiedene Projekte Einblick zu erhalten und die Entscheidung fiel uns nicht leicht. Am Ende arbeiteten wir in einem Kindergarten, bzw. in einer Klinik für unterernährte Kinder. Die Arbeit in den Projekten gefiel uns sehr und wir hatten danach beide das Gefühl, den Leuten wirklich geholfen zu haben. Uns fiel jedoch auf, dass die Projektverantwortlichen zum Teil zu viele Freiwillige annehmen, was dazu führen kann, dass man manchmal etwas unterbeschäftigt ist. Um dem zu entgehen, sollte man sich jeweils beim vorgängigen Besuch der Projekte erkundigen, wie viele Freiwillige gerade da arbeiten.

Ausflüge

Bus in Antigua, GuatemalaAn den Wochenenden fanden wir jeweils Zeit, grössere Ausflüge zu unternehmen. Von Antigua aus kommt man mit Touristenbussen eigentlich überall im Land hin, man muss sich nur vorgängig gründlich über die Preise der zahlreichen kleinen Reisebüros in der Stadt erkundigen. Es gibt zum Teil grössere Unterschiede und es lohnt sich, diese zu kennen. Unser längster Ausflug führte uns in den Norden ins Städtchen Flores, von wo aus wir dann in den Nationalpark Tikal gelangten. Die Ruinen der gigantischen Maya-Stadt beeindruckten uns sehr und der Ausflug zählte sicherlich zu den Höhepunkten unseres Aufenthalts. Wir besuchten ausserdem den Lago Atitlán und einige Städtchen an seinen Ufern, Monterrico an der Pazifikküste, Chichicastenango mit seinem riesigen bunten Markt, diverse kleine Städtchen in der Umgebung von Antigua und bestiegen den Vulkan Pacaya.
Natürlich hätte es noch einige Ausflugsziele gegeben, die uns ebenfalls gereizt hätten. Doch 6 Wochen ist nun mal keine allzu lange Zeit…


Sonnenuntergang

Daniela Süss & Sonja Hassold aus der Schweiz

(Guatemala 19.01. - 02.03.2009)

 










zum Seitenanfang



wong favoriten linksilo icio Linkarena oneview seekxl twitter_de Yigg del.icio.us Digg facebook Google Yahoo

____________________________________
Copyright © 2006 - 2016 Global-Volunteers.de
letzte Überarbeitung: 17.11.2014