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Erfahrungsbericht

Freiwilligendienst in der Notfallaufnahme des Janamaitri Hospitals in Kathmandu

Meine Zeit in Nepal.

Kathmandu, Nepal. Es ist laut, es ist dreckig. An den Straßenrändern liegt Müll. Überall sind Menschen. Der Verkehr drängt sich durch die Straßen, ein ständiges Hupkonzert. Die Abgase hängen in der Luft und erschweren das Atmen. Strom gibt es nur 13 Stunden am Tag. Aus dem Wasserhahn kommt nur kaltes Wasser, geduscht wird mit einem Eimer. Die Winterabende ohne Heizung in der Wohnung sind ziemlich kalt, selbst mit zwei Decken und zwei Pullovern friert man. Jeden Tag wird Reis mit Linsensuppe und Currygemüse gegessen. Nachts kann man kaum schlafen, weil die Straßenhunde überall in der Nachbarschaft pausenlos kläffen.
Freiwilligendienst in einem buddhistischen Kloster in Nepal
Drei Monate, von November 2012 bis Februar 2013, arbeitete ich als Freiwillige in der Notfallaufnahme des Janamaitri Hospitals in Kathmandu und es war einfach nur super.
Die Stadt kann man nicht nur hassen, man muss sie irgendwie auch gleichzeitig lieben. Kathmandu hat eine gewisse Atmosphäre, die nur schwer zu beschreiben ist, die man aber fast überall in der Stadt spüren kann und der man sich nur schwer entziehen kann. An jeder Straßenecke lässt sich ein Tempel finden, einer kunstvoller verziert als der andere, die prächtigen Bauten des ehemaligen Königspalastes üben immer noch eine Faszination aus und ziehen einen in ihren Bann und in den winzigen Gassen der Altstadt kann man zwischen den vielen kleinen Läden, in denen man wirklich alles kaufen kann, vollkommen die Zeit vergessen und, wenn man nicht aufpasst, auch die Orientierung verlieren.

Vor allem sind es aber die Nepalesen, die meine Zeit dort so unvergesslich machen. Es war so leicht mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Jeder war unglaublich freundlich, hilfsbereit und offenherzig. Überall wurde ich freudig begrüßt. Es fiel mir wirklich leicht, mich heimisch zu fühlen. Ich war mit anderen Freiwilligen bei einer nepalesischen Familie untergebracht, die alles getan hat, um uns unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und dennoch das normale nepalesische Leben kennenzulernen. Wir hatten viele tolle und sehr internationale Gespräche während der gemeinsamen Mahlzeiten..
Freiwilligenarbeit in einem buddhistischen Kloster in Nepal
Die Arbeit im Krankenhaus war total interessant und abwechslungsreich. Ich konnte wirklich sehr viel lernen und hatte jede Menge Spaß. Das Personal hat mich mit offenen Armen aufgenommen, trotz der kleinen Sprachbarrieren wurde ich immer miteinbezogen, jeder hat sich Zeit genommen mir alles zu erklären und mir meine Fragen zu beantworten. Wir haben uns oft über die doch sehr unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in nepalesischen und deutschen Krankenhäusern ausgetauscht.

Zu meinen persönlichen Highlights zählen die beiden Health Camps, an denen ich teilnehmen durfte. Dort wird der Bevölkerung in abgelegenen ländlichen Gegenden eine kostenlose medizinische Behandlung angeboten. Besonders die Fahrten zu den Dörfern waren teilweise etwas abenteuerlich, aber es war toll mitzuerleben wie dankbar die Menschen für unseren Besuch waren.

Meine Freiwilligenzeit war ein tolles Erlebnis, von dem ich hoffentlich noch sehr lange zehren kann. Ich konnte viele wertvolle Erfahrungen sammeln und hatte viele beeindruckende Begegnungen mit interessanten Menschen, die mich auf jeden Fall geprägt haben.

Rieke Wittenberg, 19.11.2012 - 16.02.2013



 

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letzte Überarbeitung: 25.04.2013