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Erfahrungsbericht

Freiwilligenarbeit in einer Schule und einen

Waisenhaus in Vietnam

Meine Zeit in Vietnam

Als ich in Ho Chi Minh-City ankam, wurde ich von einem Mitarbeiter der örtlichen Organisation am Ausgang des Flughafens abgeholt. Dort wartete er schon mit zwei weiteren Teilnehmerinnen. Anschließend fuhren wir mit dem Taxi zum wenige Minuten entfernten "Peace House 3". Dort wurden wir zunächst in unsere Zimmer aufgeteilt und konnten uns dann mit den Bewohnern unterhalten und etwas essen. Die Räumlichkeiten waren sauber und ich hatte genug Platz, ich belegte ein vierer-Zimmer mit nur einer Mitbewohnerin. Man muss sich aber an vieles gewöhnen was in Vietnam auch in vielen Hotels Standard ist, wie z.B. das die Dusche aus einem Duschkopf über der Toilette besteht. Ansonsten gibt es wenig Luxus, aber es ist alles nötige da und es entsteht eine gemütliche Atmosphäre.
Der erste Tag startete dann mit einer "Orientation", was eine Erklärung der Projekte und Hausregeln beinhaltete. Am Nachmittag folgte dann noch eine kleine Vietnamesisch-Stunde mit einer lokalen Freiwilligen. Mit mehreren dieser einheimischen Freiwilligen erkundeten wir am darauffolgenden Tag die Stadt wo sich alle Bewohner der drei Häuser in HCMC trafen.
Da der nächste Tag ein Feiertag war und gleichzeitig ein Freitag, begannen wir noch nicht mit unserer Arbeit in den Projekten sondern hatten Zeit für Ausflüge und Aktivitäten die wir selbst planten und organisierten. Vietnam hat eine so vielfältige Landschaft, dass es sich wirklich lohnt die langen Busfahrten auf sich zu nehmen! Strände, Wälder und sogar kleine Wüsten wie in Mui Ne.

Am Montag begann dann die Arbeit, wir waren alle etwas nervös und hofften, dass wir gut vorbereitet waren. Das einzige kleine Minus war, dass ich fälschlicherweise auch in die Betreuungsprojekte gesteckt wurde; Betreuung von behinderten Kindern, das war mit einem Gespräch mit den Mitarbeitern des Hauses jedoch schnell geklärt. Felicitas in der Tan Da SchuleDie Arbeit wurde so aufgeteilt das man zwei Projekte an jedem Tag besuchte, 90min. am Morgen und 90min. am Nachmittag. Die Pause dazwischen nutzten alle um im Haus eine der drei täglich frisch zubereiteten Mahlzeiten zu genießen. In den ersten beiden Wochen hatte ich in zwei meiner Klassen noch jeweils eine Person aus meinem Haus dabei die mit mir unterrichtete, doch als sie abreisten musste ich mir selbst ausdenken wie ich die Stunden gestalten sollte, was nach ein wenig Übung kein Problem war!
In einer Klasse war ich eher eine Assistentin, was aber auch sehr lehrreich für mich war. Die Kinder waren so super und haben auch gut mitgearbeitet, sie waren lernbereit und immer sehr Energie geladen.
Der Ablauf war meistens der selbe: Eine Stunde Unterricht und eine halbe Stunde spielen. Als Übersetzer und Unterstützung waren die lokalen Freiwilligen immer eine riesen Hilfe, und ich habe auch oft gute Freunde in ihnen gefunden!

Felicitas mit Kindern in Phu NuanGegen Ende meiner einmonatigen Reise fiel mir besonders das Abschied nehmen schwer. Ich habe so viel erlebt, gesehen und gelernt und bin allen die ich dort kennengelernt habe so dankbar für diese tolle Zeit, dass ich unbedingt mal wieder kommen will! Ich kann dieses Programm nur jedem empfehlen der aufgeschlossen, hilfsbereit und abenteuerlustig ist, denn es ist eine einmalige Gelegenheit etwas zur Entwicklung einer Gesellschaft beizutragen und gleichzeitig internationale Kontakte zu knüpfen. Also, mein Urteil lautet: Beide Daumen hoch!

Felicitas aus Mainz (31.08. - 01.10.2010)

 

 

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letzte Überarbeitung: 06.03.2012